Irgendwann um die Jahrtausendwende haben die Vertreter des Abstract Hip-Hop ihre größten Erfolge gefeiert. Seien es Dabrye und El-P im Osten der USA oder Sole und Jel im Westen, es hatten zu der Zeit auch Produzenten Erfolg, die mit gebrochenen Rhythmen und verschrobenen Melodien arbeiten und ihre Einflüsse auch weit außerhalb des Hip-Hop sehen.
Mitten unter ihnen war auch Daedelus, der mit “Bespoke” sein zwölftes Album vorlegt. Der erste Track schafft es dann auch prompt, alle Erwartungshaltung über den Haufen zu werfen, denn das Album fängt mit einem House-Rhythmus an, der nur nach und nach einem Hip-Hop Produzenten zugeordnet werden kann. Auch der Rest des Albums ist äußerst abwechslungsreich, hier mal etwas Drum’n’Bass, da etwas Dub Step und dort noch etwas Trip Hop – mit pointiertem Vocal-Einsatz gewürzt ergibt das ein hervorragendes Album. Auch Jahre nach dem Platzen der Abstract Hip-Hop Blase.

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